Angst oder Hase Theateratelier Kantonsschule Uster (ZH)
Sprache:
deutsch
Dauer:
80 Minuten
Veranstaltungsort:
Alte Reithalle
Eine Gruppe von Schauspieler:innen spielt ein Theaterstück über Mut, wird mit echter Angst konfrontiert und muss lernen, zusammenzuhalten, statt sich dadurch trennen zu lassen.
Mit Mut fangen die besten Geschichten an. Das haben sich auch die vierzehn Schauspieler:innen gedacht und sie sind bereit, ein grosses Mut-Stück auf die Bühne zu bringen. Aber schon bald bricht das Theater in sich zusammen, denn plötzlich gibt es ein reales Problem – die Angst. Sie wuchert und wächst und schon bald beeinflusst sie die Beziehungen der Schauspielenden untereinander. Da helfen auch keine oberflächlichen Mutmach-Parolen mehr. Währenddessen gerät die Theaterleitung Mika ebenfalls in eine gefährliche Angstspirale, die sie immer stärker isoliert.
«Angst oder Hase» wirft die Frage auf, inwiefern Angst unsere Gesellschaft spaltet und wer am Ende davon profitiert. Die junge Schweizer Dramatikerin Julia Haenni schreibt mit Witz, Neugier und einer Prise Absurdität. Die temporeichen Dialoge machen sichtbar, was passiert, wenn wir getrieben sind von irrationalen Ängsten – und sie zeigen auf, wie wichtig es ist, dass wir uns nicht gegeneinander wenden aus Angst, sondern uns einander zu.
Nach der Aufführung findet nachgefragt* statt.
Spiel:
Arin (rot): Nolan Jost, Ronja Juanós Solé, Dimitri Skiadas
Jascha (gelb): Zoe Bommer, Vivienne Brauch, Ela Jordan, Sophie Wewerka
Kim (grün): Sophia Cefalù, Julia Munari, Sophie Pfund, Takfarinas Tripod
Mika: Noémi Scheinert
Erzählfiguren: Sira Martin, Leandra Moschetta
Regie, Bühnenbildkonzept, Lichtkonzept: Matthias Werder, Daniela Zimmermann
Licht und Technik: Joanna Karaszewska, Andreas Wagner
Bühnenbild Umsetzung: Roman Näf, Tamara Nussbaum, Schauspieler:innen, freiwillige Helfer:innen
Text: Julia Haenni
Gedanken aus der Programmgruppe
Drei Perücken, 14 Schauspieler:innen, tausende Gefühle, Ängste und Sorgen. Das Stück «Angst oder Hase» der Theater AG, der Kantonsschule Uster, nimmt uns mit auf eine Reise durch ihre persönlichen Ängste und Probleme. Das Stück sollte eigentlich um Mut gehen und wie er uns als Gesellschaft zusammenhält. Schnell bricht das Theater aber zusammen und die Gruppe merkt, dass ihnen etwas Großes im Wege steht, die Angst. Die Schauspieler:innen werden aufmerksam auf ihre Umgebung. Was macht ihnen Angst? Wieso haben sie Angst? Und von wo kommen diese Ängste? Sie merken schnell, dass die Angst mehr Platz gewinnt als ihnen wohl ist und die Beziehung unter den Schauspieler:innen beeinflusst. In diesem Stück werden kleine mickrige Probleme humorvoll wie auch dramatisch analysiert. Ebenfalls geht das Ensemble auf das breite Bild der Angst ein. Wie beeinflusst sie uns als Gesellschaft? Ist sie die Ursache einer möglichen Spaltung? Wer profitiert von unserer Angst und wer ist der Verursacher dieser Ängste? Das Publikum wird immer wieder von neuem angeregt durch das Bühnenbild, das sich ständig verändert, durch verschiedene Stimmen und Charaktere und durch einen Screen, bedient von der Theaterleitung, der immer wieder neue Aspekte in die Szenografie und das Theater einbringt. Wir als Programmgruppe des fanfaluca Festivals 2026 empfehlen dieses Stück von Herzen. Es regt an, weiter zu denken, über sich und seine Probleme und Ängste. Aber auch Mitgefühl zu entwickeln gegenüber den Schauspieler:innen und ihren Ängsten. Das Stück rückt uns als Gesellschaft näher zueinander und versucht eine humorvolle und hoffnungsvolle Problemlösung unserer Ängste in dem heutigen Weltklima zusammen zu überwinden. (Dimitri Waeber)
Über Theateratelier Kantonsschule Uster
Das Theateratelier der Kantonschule Uster ist ein Freifach, das in dieser Form seit 2012 besteht. Es wird jeweils über beide Semester des Schuljahres hinweg geführt und endet mit den vier Aufführungen im Frühjahr. Das Freifach ist für Schüler:innen ab der 3. bis zur 6. Klasse des Langzeitgymnasiums offen. Geprobt wird ab Mitte August einmal pro Woche zu Schulzeiten während 2 Stunden, an 2 Probewochenenden sowie 2.5 Intensivtagen unmittelbar vor den Aufführungen. Im Schuljahr 2025/26 waren 14 Spieler:innen im Alter von 16-19 Jahren mit dabei, wobei 9 zum ersten Mal mit dem Theateratelier auf der Bühne standen, 4 zum zweiten Mal und eine Person zum dritten Mal. Die Première war am 9. April, weitere Vorstellungen waren am 10., 11. und 12. April 2026.
*«nachgefragt» ist ein Vermittlungsangebot von fanfaluca. Gleich im Anschluss an die Vorstellung kommen Spieler:innen und Publikum am Aufführungsort zusammen, um Fragen, Feedback oder Lob anzubringen. Das Format dauert nur 15 Minuten und soll den Ball ins Rollen bringen, um sich auch noch nach Abschluss der Vorstellung über das Gesehene auszutauschen.
Möchten Sie die Vorstellung mit einer Schulklasse oder einer grösseren Gruppe besuchen? Brauchen Sie Hilfe bei der Programmauswahl? Oder wünschen Sie ein Vermittlungsangebot zur Aufführung? Dann melden sie sich gerne per Mail bei uns: info@fanfaluca.ch