AAG_0601_©Nikoline Kristine Ryde AAG_0601_©Nikoline Kristine Ryde

Das Meer wie auf einer Postkarte, Badespass am Privatstrand, Möwen und das Rauschen des Ozeans. Doch was verbirgt sich hinter dem Vorhang? Es wird immer schwieriger, die Krise zu ignorieren. Die Menschen klammern sich verzweifelt an ein Weltbild, das langsam aber sicher in einem Meer aus Plastik versinkt.
In ihrem interdisziplinären Stück setzen sich die drei Künstler:innen mit Mitteln wie zeitgenössischem Zirkus, ironischen Reden und ikonischer Szenografie mit Themen wie Schuld, Verantwortung und Angst vor der Zukunft auseinander. Welchen Sinn macht es, in einem System nach Schuldigen zu suchen, ohne aus ihm auszubrechen? Oder sollten wir lieber solidarisch Auswege aus eben diesem System finden?

Nach der Vorstellung findet «nachgefragt»* statt.

Spiel & Konzept: Benjamin Koch, Simon Heigl, Jeanne Girard

Gedanken aus der Programmgruppe

Sonnenbrille montiert, Möven kreischen, die Haare wehen im warmen Wind, in der Ferne hupt ein Schiff, irgendwer pfeift «La mer» – der Sommer ist da. Badeferien sind ja wunderbar – doch plötzlich streift beim Schwimmen etwas gegen dein Bein, kurzes Ekeln, bis du das alte Plastiksäckli siehst, das unweit von deinem Fuss vor sich hintreibt. Das Gedankenkarussell geht los: Mikroplastik, Korallensterben, die kreischenden Möven, die am Plastikmüll in ihren Mägen verenden – plötzlich fällt dir nur noch das menschgemachte Meer an Plastik auf, das Meeresrauschen mischt sich mit dem Rauschen, das deine Klimaangst in deinem Kopf auslöst. Die Krise ist kaum zu ignorieren, der dringende Systemwechsel auch nicht.
Mit zeitgenössischem Zirkus, einer guten Prise Ironie und sehr vielen Plastiksäckli verhandelt Brrrüetsch Cie Themen wie Schuld, Verantwortung und Zukunftsängste und schafft Raum für Diskussionen. Wie kann der Ausbruch aus einem System, das sich sein eigenes Grab schaufelt, aussehen? Ein Plädoyer für den gemeinsamen, solidarischen Kampf gegen die Machtlosigkeit. (Alessandra Hitz)

No reason to panic est une pièce drôle et grinçante, qui propose une vision burlesque de l’état alarmant de nos mers et océans. Traitant de la pollution plastique, cette pièce de théâtre physique interroge le rôle de l’individu et celui du groupe, au sein duquel les responsabilités se diluent. La pièce explore les notions de culpabilité et de regrets — ou de leur absence — face à des actes écologiquement et socialement impardonnables, en donnant la parole à des personnages tragicomiques qui mettent les spectateur·ices au défi de les juger. (Mathi Le Coultre)

Über die CIE Brüetsch

Benjamin, Jeanne und Simon studieren physical theatre an der Accademia Dimitri in Verscio. Sie konnten ihr 20-minütiges Stück «No reason to panic» im Rahmen von «minuit moins une», dem Festival der darstellenden Künste für nachhaltige Entwicklung, entwickeln und einstudieren, wo es im November 2024 uraufgeführt wurde.

*«nachgefragt» ist ein Vermittlungsangebot von fanfaluca. Gleich im Anschluss an die Vorstellung kommen Spieler:innen und Publikum am Aufführungsort zusammen, um Fragen, Feedback oder Lob anzubringen. Das Format dauert nur 15 Minuten und soll den Ball ins Rollen bringen, um sich auch noch nach Abschluss der Vorstellung über das Gesehene auszutauschen.

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Möchten Sie die Vorstellung mit einer Schulklasse oder einer grösseren Gruppe besuchen? Brauchen Sie Hilfe bei der Programmauswahl? Oder wünschen Sie ein Vermittlungsangebot zur Aufführung? Dann melden sie sich gerne per Mail bei uns: info@fanfaluca.ch

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