Mehrere junge Leute sitzen schreiend auf einem Sofa. Eine Person steht und wirft eine Faust in die Luft. Mehrere junge Leute sitzen schreiend auf einem Sofa. Eine Person steht und wirft eine Faust in die Luft.

1954 schrieb der Literaturnobelpreisträger William Golding seinen Bestseller «Herr der Fliegen». Darin überlebt eine Gruppe von Kindern einen Flugzeugabsturz und muss sich fortan auf einer kleinen Südseeinsel zurechtfinden. Der Wegbruch der zivilisatorischen Ordnung der Erwachsenen mündet im Massaker. «Herr der Fliegen» ist ein Evergreen, eine Geschichte, die sich in unzähligen Abwandlungen auf Netflix, in Hollywood oder auf den Theaterbühnen dieser Welt wiederentdecken lässt. Wer hört sich nicht gerne eine nervenaufreibende Story von Niedergang und drohender Katastrophe an? Das hat sich die AG Theater Rämibühl und das Neumarkt auch gedacht. Genau 70 Jahre nach Erscheinen nehmen sie sich dem Klassiker an und fragen, ob und wie sich die Erzählung vom Zivilisationsverlust bei uns in der schönen Schweiz ereignen könnte. Dabei herausgekommen ist «Valbella», die ultimative Katastrophengeschichte nach Zürcher Art.

Nach der Vorstellung findet «nachgefragt»* statt.

Spiel: Alireza Bayram, Noah Bernheim, Theodor Davidoff, Dean Federer, Cora Nanut, Nela Piwonska, Philine Oldenhage, Nour Rüttimann, Daria Semenova, Leslie Siegenthaler, Fyn Stähelin, Mindra Theisohn, Angelo Turchi, Lisa Waltenspül, Seth Weller Caballero

Leitung und Konzept: Joachim Aeschlimann, Sabina Aeschlimann, Daniel Riniker
Regie: Joachim Aeschlimann, Daniel Riniker
Choreografie: Tomer Zirkilevech
Ausstattung: Mikki Levy-Strasser
Musik: Michael Schertenleib
Dramaturgie: Eneas Nikolai Prawdzic
Regieassistenz: Lou Eberhardt, Lee Fischer

Gedanken aus der Programmgruppe

Die Produktion strotzt vor Spielfreude und Energie. Es ist der Inszenierung anzumerken, dass die Spielenden eine eigene Position zum Ausgangsstoff „Herr der Fliegen“ entwickelt haben und ihre eigene Dringlichkeit auf die Bühne bringen. Mit viel Witz und Eloquenz zeigen sie, wie mensch sich auch mit Jugendsprache der Weltliteratur stellen kann, ohne an Ernsthaftigkeit zu verlieren. ‚Valbella‘ schafft es einen Abend lang zu unterhalten und trotzdem zum Denken anzuregen.

*«nachgefragt» ist ein Vermittlungsangebot von fanfaluca. Gleich im Anschluss an die Vorstellung kommen Spieler:innen und Publikum am Aufführungsort zusammen, um Fragen, Feedback oder Lob anzubringen. Das Format dauert nur 15 Minuten und soll den Ball ins Rollen bringen, um sich auch noch nach Abschluss der Vorstellung über das Gesehene auszutauschen.

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