Ein Mann in einem Anzug sitzt auf einer Bühne. Er lacht einen anderen Mann an, der vor der Bank steht und in die Richtung der Kamera schaut. Ein Mann in einem Anzug sitzt auf einer Bühne. Er lacht einen anderen Mann an, der vor der Bank steht und in die Richtung der Kamera schaut.

Peter, ein Verlagsangestellter, liest gemütlich in einer Ecke des Central Parks, als er von Jerry angesprochen wird, einem Mann, der sich ihm aufdrängt und darauf besteht, ihm von seinem Tag als junger Bohemien am Rande der Gesellschaft zu erzählen. Peter hört sich Jerrys Erzählung geduldig an, aber der Ton zwischen den beiden Männern wird schärfer, als Jerry darauf besteht, dass Peter ihm seine Bank überlässt…

Nach der Vorstellung findet «nachgefragt»* statt.

Spiel:
Julien Mossu: Jerry
Bryan Oberson: Peter

Regie, Dramaturgie : Alain Grand
Übersetzung : Mathieu Galey
Ausstattung: Linda Guenin
Technik: Thomas Roulin
Maske: Marie-Luz Garcia
Fotografie : Hector Sudan
Grafik: Lucien Roussy
Produktionsleitung: Collège du Sud, Compagnie des Longues Fourchettes

Gedanken aus der Programmgruppe

Zoo Story von Edward Albee ist ein intensiver Einakter, der die Begegnung zwischen Peter, einem wohlhabenden Verlagsmitarbeiter, und Jerry, einem einsamen, gestörten Mann, in einem New Yorker Park schildert. Das Stück erforscht tiefgehende Themen wie Isolation, Einsamkeit und die Suche nach menschlicher Verbindung. Durch scharfsinnige Dialoge und emotionale Tiefe zeigt Albee die Spannungen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und die verzweifelte Sehnsucht nach Nähe und Verständnis. Die Handlung gipfelt in einem dramatischen Höhepunkt, der die existenziellen Fragen des menschlichen Daseins eindringlich beleuchtet.

Les longues fourchettes aus Fribourg überzeugt mit starkem Schauspiel und geben einem jungen Publikum die Möglichkeit sich mit Fragen zu Isolation und Einsamkeit auseinanderzusetzen. Weiter ist zum einen die Suche nach Identität und Sinn auf der Individualebene präsent, zugleich werden Klassenunterschiede offenbart und eine Hinterfragung der sozialen Gerechtigkeit und der eigenen Privilegien provoziert. Dabei verstrickt sich die Inszenierung nicht in theoretischen Abhandlungen, sondern fesselt das Publikum durch seine intensiv-emotionale Erscheinung und bleibt dennoch durch seine Einfachheit zugänglich. So schneiden die beiden jungen Bühnenschauspieler eine reiche Palette an Fragekomplexen an, die szenografisch schlicht und handwerklich fein aufgearbeitet werden. Dadurch entsteht ein vollmundiges Gesamtkonzept, dass auf unterschiedlichster Weise zu berühren versucht, wodurch es auch für Personen ansprechend vermittelt wird, die mit der französischen Sprache weniger vertraut sind.

*«nachgefragt» ist ein Vermittlungsangebot von fanfaluca. Gleich im Anschluss an die Vorstellung kommen Spieler:innen und Publikum am Aufführungsort zusammen, um Fragen, Feedback oder Lob anzubringen. Das Format dauert nur 15 Minuten und soll den Ball ins Rollen bringen, um sich auch noch nach Abschluss der Vorstellung über das Gesehene auszutauschen.

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